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OA3 auf Handheld
Hallo zusammen,
hat es schon mal jemand geschafft, OA3/4 auf einem WIndows Mobile Handheld in einer DOS-Emulation ans Laufen zu bekommen? Meine Versuche sind mit der Fehlermeldung "kann Netbios nicht finden" oder so ähnlich gescheitert. Und den Netbios-Treiber das habe ich der DOS-Emu nicht beibringen können. Vielleicht würden meine kompilierten Programme ja auch irgendwie unter einer OA3-Einzelplatzversion in der DOS-Emu laufen, kann ich aber nicht testen, weil ich nicht weiß, welche Dateien dazu erforderlich sind - die Einzelplatzumgebung ist mir völlig aus dem Gedächtnis verschwunden (vielleicht auch vom Rechner). Alles was ich so im Zugriff habe, scheinen Netzwerkdateien zu sein. Es wäre nicht schlecht, wenn ich unsere uralte Kundenverwaltung auch auf meinem MDA3 nutzen könnte. Wer kann helfen, wer hat das schon mal gemacht oder Ideen dazu? Gruß Hans Jürgen (HJLINT#) |
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Hallo,
OA auf einem Windows Mobile Handheld habe ich zwar noch nicht probiert, aber sowas ähnliches habe ich mal in der Firma gebastelt. Unsere Ordinationssoftware funktioniert auch auf klassischen Terminals und für Windows Mobile gibt es glücklicherweise einen Terminalemulator (Pocket-Putty). Nachdem GPRS-Internetverbindungen heutzutage ja schon recht günstig sind, habe ich für einen Kunden dann folgende Lösung gebastelt: Er wählt sich ins Internet ein, öffnet dann mit OpenVPN eine VPN-Verbindung zu seinem Server in der Ordination und macht anschließend mit Putty eine Telnet-Verbindung mit seinem Host. Damit kann er dann auch auf seinem Handheld aus die Ordinationssoftware nutzen und so z.B. unterwegs nachschaun, welche Medikamente er einem Patienten verschrieben hat etc. Ein Problem waren hierbei die Funktionstasten, da auf seinem Handheld kein F1...F12 vorhanden waren. Dies habe ich mit einem Tastaturremapping-Programm hinbekommen, was vor dem Aufbau der Session zu starten ist. so kann man dann z.B. mit SYM+1 F1 erzeugen usw. Ein Problem hierbei war jedoch, dass einige Funktionstasten von Windows-Mobile fix belegt sind für verschiedene funktionen und daher nicht weitergeleitet werden. Bei uns konnte ich das lösen, indem ich einfach für den Mobile-Rechner ein eigenes termcap-File geschrieben habe, welches diese Funktionstasten dann auf andere Keys remapped, die von Windows Mobile nicht belegt sind. Mit dosemu kann man das unter Linux aber glaub ich auch machen. Eine genaue Installationsanleitung mit der gesamten benötigten Software habe ich mir zusammengestellt und kann ich Dir auf Wunsch zukommen lassen, kA ob du was damit anfangen kannst. Wie lässt sich das Ganze nun auf Open Access umlegen? Hierzu kann man sich entweder einen Linux-Server mit dosemu einrichten (Hints dafür gibt es ja hier im Forum) und dann am Linux-Server dosemu mit oa foür einen Benutzer als Default-Shell einrichten. Dann evtl. noch OpenVPN für eine gesicherte private Netzverbindung installieren und fertig. Oder aber man verwendet Windows. Auch hier gibt es bei den Pro-Versionen ein Telnetservice dabei, welches man mit ein paar einfachen Kommandos aktivieren kann. Aber ACHTUNG: NIEMALS Telnet DIREKT ins INTERNET aufmachen, das ist ein Plaintext-Protokoll, dh. wenn man sich da ohne den Schutz eines VPN-Tunnels anmeldet könnte rein theoretisch der Anmeldevorgang mitgesnifft werden, also immer schön brav nur übers VPN gehn. Die Windows-Variante mit Telnet habe ich noch nicht ausprobiert, ich könnte mir vorstellen, dass es hier z.B.k eine Lösung für das Funktionstastenproblem gibt (außer man schreibt sich selber so eine art Tastaturremapper als Keyboardtreiber, den man vor OA lädt), aber mit Linux/Unix sollte es eigentlich klappen. Die Eleganz dieser Lösung besteht auch darin, dass Du den aktuellen Datenstand immer daheim am Server hast und nicht herumkopieren musst. Ich weiß nicht, ob Du mit meiner Antwort etwas anfangen kannst, aber ich dachte mir, ich schreibs mal. |
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Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Allerdings wollte ich speziell eine Offline-Lösung installieren, so dass ich auch ohne Internet die Daten zur Verfügung habe. Aktualisierung erfolgt regelmäßig über Active Sync und wenn es mal ein paar Tage nicht so ist (Urlaub), dann ist es auch nicht schlimm.
Also noch mal das vermutlich hauptsächliche Problem: meine Anwendung meckert, dass kein Netbios vorhanden ist in der DosEmu. Entweder müsste ich OA jetzt beibringen (Einzelplatzversion?), dass es kein Netbios braucht oder der DosEmu, dass sie Netbios hat. Vielleicht hat da jemand Erfahrungen? Gruß Hans Jürgen |
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Erfahrung hab ich leider keine damit, aber ich schätze, es hängt davon ab, ob Deine Dos-Emulation für PPC LAN-Adapter und eventuell sogar eine NetBIOS-Emulation unterstützt, wahrscheinlich wird es aber nicht direkt unterstützt.
Zuerst wäre es mal interessant zu wissen, was für eine DOs-Emulation Du benutzt. Verwendet Du DOS-Box? Entweder Du verwendest also die Einzelplatzversion, weil Du benutzt es ja auch direkt auf einem "Einzelplatz" (es gibt da sicher Mittel und Wege, an die entsprechende .SPI Datei zu kommen... ), oder Du brauchst - angenommen du verwendest DosBox als Emulator - einen Support-Patch für DOSbox, um auf die Netzwerkkarte (gibts sowas in nem PPC überhaupt?) zugreifen zu können und ein NETBIOS-Fähiges Backend für Deine Netzwerkkarte. Für die Windows-Version von DOSbox habe ich folgenden patch gefunden (bringt NE2000 Kompatibilität), ich bezweifle allerdings, dass man den so ohne weiters auf PPC portieren kann, da der auf pcap aufsetzt und davon gibts wohl keinen PPC-Port. Lange Rede, kurzer Sinn: Verwend besser die Einzelplatzversion, synchronisieren wirst du ja eh nur die .DFIF/.MF Files nehme ich an, und dort muss man ja beim Hin- und Herkopieren keine Änderungen zwischen Einzel- und Mehrplatz vornehmen, da das ja nur die Daten sind. Aber wer weiß, viell. hat ja noch jemand eine elegantere Lösung parat... |
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Hallo Leecher,
danke für die Tipps. Wenn Du mir nun noch die Info besorgen könntest, welche Dateien zur Einzelplatzumgebung gehören, dann könnte ich sie vielleicht auf alten Datensicherungen suchen und zusammenstellen. Die alten Disketten funktionieren sicher nicht mehr, so dass eine Neuinstallation nicht möglich sein wird. Gibt es irgendwo eine Übersicht über die erforderlichen Dateien? Und wie bekomme ich dann meine Anwendung rein? Den Sourcecode neu kompilieren oder die APP.SPI aus der Netzwerkumgebung kopieren oder die xxx.cod in eine Einzelplatz app.spi einbinden (gibt es überhaupt eine Einzelplatz app.spi)? Gruß Hans Jürgen |
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Hab Dir die Liste der zugehörigen Files als PN geschickt.
Es gibt auch eine Einzelplatz APP.SPI, den Code dort einzubinden müsste eigentlich hinhaun, aber falls nicht, müsstest Du Deine Applikation halt neu kompilieren. |
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Danke vielmals, ich werde berichten, wenn ich alles mal mal getestet habe. Kann aber dauern, da ich mich im Moment um die Steuern kümmern muss.
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