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Alt 03.06.2009, 07:47   #2
leecher
Moderator
Hallo,

OA auf einem Windows Mobile Handheld habe ich zwar noch nicht probiert, aber sowas ähnliches habe ich mal in der Firma gebastelt. Unsere Ordinationssoftware funktioniert auch auf klassischen Terminals und für Windows Mobile gibt es glücklicherweise einen Terminalemulator (Pocket-Putty).
Nachdem GPRS-Internetverbindungen heutzutage ja schon recht günstig sind, habe ich für einen Kunden dann folgende Lösung gebastelt: Er wählt sich ins Internet ein, öffnet dann mit OpenVPN eine VPN-Verbindung zu seinem Server in der Ordination und macht anschließend mit Putty eine Telnet-Verbindung mit seinem Host. Damit kann er dann auch auf seinem Handheld aus die Ordinationssoftware nutzen und so z.B. unterwegs nachschaun, welche Medikamente er einem Patienten verschrieben hat etc.
Ein Problem waren hierbei die Funktionstasten, da auf seinem Handheld kein F1...F12 vorhanden waren. Dies habe ich mit einem Tastaturremapping-Programm hinbekommen, was vor dem Aufbau der Session zu starten ist. so kann man dann z.B. mit SYM+1 F1 erzeugen usw. Ein Problem hierbei war jedoch, dass einige Funktionstasten von Windows-Mobile fix belegt sind für verschiedene funktionen und daher nicht weitergeleitet werden.
Bei uns konnte ich das lösen, indem ich einfach für den Mobile-Rechner ein eigenes termcap-File geschrieben habe, welches diese Funktionstasten dann auf andere Keys remapped, die von Windows Mobile nicht belegt sind.
Mit dosemu kann man das unter Linux aber glaub ich auch machen.
Eine genaue Installationsanleitung mit der gesamten benötigten Software habe ich mir zusammengestellt und kann ich Dir auf Wunsch zukommen lassen, kA ob du was damit anfangen kannst.

Wie lässt sich das Ganze nun auf Open Access umlegen?
Hierzu kann man sich entweder einen Linux-Server mit dosemu einrichten (Hints dafür gibt es ja hier im Forum) und dann am Linux-Server dosemu mit oa foür einen Benutzer als Default-Shell einrichten. Dann evtl. noch OpenVPN für eine gesicherte private Netzverbindung installieren und fertig.
Oder aber man verwendet Windows. Auch hier gibt es bei den Pro-Versionen ein Telnetservice dabei, welches man mit ein paar einfachen Kommandos aktivieren kann. Aber ACHTUNG: NIEMALS Telnet DIREKT ins INTERNET aufmachen, das ist ein Plaintext-Protokoll, dh. wenn man sich da ohne den Schutz eines VPN-Tunnels anmeldet könnte rein theoretisch der Anmeldevorgang mitgesnifft werden, also immer schön brav nur übers VPN gehn.
Die Windows-Variante mit Telnet habe ich noch nicht ausprobiert, ich könnte mir vorstellen, dass es hier z.B.k eine Lösung für das Funktionstastenproblem gibt (außer man schreibt sich selber so eine art Tastaturremapper als Keyboardtreiber, den man vor OA lädt), aber mit Linux/Unix sollte es eigentlich klappen.

Die Eleganz dieser Lösung besteht auch darin, dass Du den aktuellen Datenstand immer daheim am Server hast und nicht herumkopieren musst.
Ich weiß nicht, ob Du mit meiner Antwort etwas anfangen kannst, aber ich dachte mir, ich schreibs mal.
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